Es gibt sie noch, die „Urforelle". Die Suche nach Reliktpopulationen in den wilden Gebirgsbächen des Nationalpark Hohe Tauern hat sich gelohnt.
Die Vergangenheit
Ziel des Interreg IIIA Projektes „Trout examinvest" war es, autochthone Bachforellenstämme, nicht nur in den Hohen Tauern, auch in Nord- und Südtirol ausfindig zu machen. Zahlreiche Gewebeproben von Bachforellen in den entlegensten Bächen wurden entnommen und genetisch untersucht.
Die Gegenwart
Heute sind bereits acht eigenständige Linien der autochthonen Bachforelle bekannt. Genetisch reine Exemplare werden für die Nachzucht verwendet. Besatzmaßnahmen erfolgen in vorher ausgefischten, durch natürliche Barrieren getrennten Bachabschnitten, welche vom Nationalpark angepachtet werden. Ein Besatz darf nur in unmittelbarer geografischer Nähe zur Ursprungspopulation durchgeführt werden.
Die Zukunft
Langzeitbeobachtungen werden zeigen, ob autochthone Bachforellen nicht wesentlich besser mit den extremen Lebensbedingungen im Gebirgsbach zurecht kommen und damit eine höhere Überlebensrate und Reproduktion aufweisen als andere Besatzfische. Trifft dies zu, könnten zukünftig größere Gebirgsbachsysteme im Nationalpark Hohe Tauern mit autochthonem Fischmaterial besetzt werden - ein wertvoller Beitrag zum Erhalt der Biodiversität.




